Thursday, July 30, 2009

Grosser Franz und viel Regen

Nachdem ich dachte in meinem Wetsuit beim Cave Rafting neulich sei es nass gewesen, habe ich heute eine weitere Dimension entdeckt. Zu meinem Amuesement bin ich naemlich den ganzen Tag pitschnass bis auf die Unterhose auf dem Franz Josef umherspaziert. Gut, dass ich mein Wollunterhoeschen wiedergefunden habe und man uns vortrefflich mit Steigeisen und Wollsachen ausgeruestet hat. So war mir nichtmal kalt. Nur die Fuesse sind jetzt etwas sehr aufgeweicht, weil die Stiefel, die ich bekommen habe von Anfang an durchweicht waren und wir 8 Stunden unterwegs waren. Nach zahlreichen Warnungen nicht in eine schnelle Gruppe zu gehen, habe ich mir eine langsame ausgesucht, aber wegen viel Regen und starker Moraenenbewegung sind alle nur sehr gemaechlich vorangekommen, so dass es tatsaechlich keine sportliche Herausforderung war.

Schwieriger war es schon, sich durch die ganzen engen Gletscherspalten zu zwaengen. Obendrauf hatten wir Riesenglueck und unsere Guides haben eine nagelneue gefunden, die erst heute Nacht aufgebrochen ist. Demenstprechend eng war es da drin. Bei den "groesseren" musste ich schon den Rucksack abnehmen und seitwaerts gehen, obwohl ich ja mal echt nicht so breit bin. Bei der musste ich mich richtig anstrengen, um durchzuflutschen. Bis auf mich und Nick, dem schottischen Bergfuehrer hat sich auch keiner aus unserer Gruppe bis ganz hinten durch getraut. Es ist schon ein etwas beklemmendes Gefuehl, wenn man in einer Spalte steckt, deren Waende links und rechts gut 40 m hoch gehen, man weiss, der Gletscher bewegt sich und die Eisschicht, die die Bergfuehrer zum Verfuellen der Spalte von oben reingehackt haben nur einen Fuss dick ist. Darunter kann es weitere 60m runtergehen. Auch das Blau des Gletschers ist einfach unbeschreiblich. Seine Konsistenz wechselt von zuckerwuerfelartig ueber Marmor bis Glas. Jetzt, wo ich so viel ueber den Kram lesen musste, hat das Ganze nochmal soviel Spass gemacht. Gletscher fuehlen, klatschnass, ist dann doch etwas anderes... Achso und man bleibt mit der Zunge uebrigens nicht kleben, dass hab ich auch ausprobiert bei der Gelgegenheit :)

Tuesday, July 28, 2009

Das neueste in Kurzform




Weil ich grad so viel unterwegs bin und abends dementsprechend neue Leute kennenlern, komm ich so selten an nen Rechner. Darum mal kurz ein paar Stichpunkte zu den letzten Tagen:Hab seit Picton Amanda aus Malaysia als Begleitung. Und weil man in Malaysia zig verschiedene Sprachen spricht, benutzt sie mit ihren Freunden dort Englisch obwohl sie eigentlich chinesischer Herkunft ist. Sehr nettes Maedchen und perfekte Beifahrerin.
  • Route: Picton - Nelson - Motueka - Westport - Greymouth (via Punakaiki / Pancake Rocks)
  • Motueka: Abel Tasman Tour (9 morgens bis nachmittags) bei strahlendem Sonnenschein, Sealkolonie und Stipvisite von George, dem einsamen Delphin
  • Wunderschoene Strecke durch die Alpen von Motueka nach Westport.

  • 1a Sonnenuntergang an der Sealkolonie von Cape Foulwinds mit Fish n Chips als Dinner am Strand

Fuer den heutigen Tag habe ich eine neue Dimension von Nasssein entdeckt. Erst war ich naemlich bei Charleston zum Cave Rafting, was unglaublich Spass gemacht hat und nachmittags hat es an den Pancake Rocks deratig geschuettet, dass meine Regenjacke in 5 min komplett durchweicht war. Von wegen man kann damit tauchen gehn... Reiner Verkaufstrick ;)

Zum Raften hat mich ein Kanadier aus Alberta ueberredet. Zum Glueck! Man hat eine komplette Wetsuit Ausruestung inklusive Socken, Handschuhen und Boots bekommen die erstaunlich warm gehalten hat. Fuer alle Nichtamphibien: das ist Neoprenzeugs was die ganze Zeit pitschnass ist um beim Laufen quatscht und wabert das Wasser lustig in den Schuhen rum. Achja und nen Helm hatte ich auch mal wieder auf :P Erst sind wir ein ganzes Stueck in die Hoehle rein, ins zweite Stockwerk runter und sind dann auf unseren Autoreifen durch den Hoehlenfluss gepaddelt. Was es da unten zu besich

tigen gab, kann man auf keinem Foto mit einer normalen Kamera festhalten. An der Decke sassen naemlich tausende und abertausende kleiner Glowworms die sich von Sandflies ernaehren, die sie mit ihrem Licht erst anlocken und dann in ihren spinnenwebartigen Klebefaeden fangen. (Hat also nix mit Gluehwuermchen zu tun) Und wie sie da sitzen und froehlich vor sich hin leuchten, erschaffen sie nebenbei den allerschoensten gruenlichen Sternenhimmel.

Danach ging dann der Spassteil los und wir sind durch die Stromschnellen im Regenwaldfluss zurueckgefahren. Fuer meinen Geschmack haette es ruhig etwas wilder sein koennen, aber es hatte schliesslich seit ein paar Tagen nicht geregnet.

Damit hat es erst heute nachmittag angefangen, da dann aber um so heftiger. Wenigstens hat das Hostel einen Heater im Zimmer, so dass meine Regenjacke schon wieder trocken ist :)

24. Juli Vavooooom

Bin etwas hintendrein mit meinem Blog, darum muss ich erstmal den 24. Juli nachtragen:
Heute hab ich mir endlich ein Auto gemietet und meine ersten Fahrversuche auf der linken Seite ohne Zwischenfaelle hinter mich gebracht. Schwerer faellt es mir, mich an die Automatik zu gewoehnen und mein linkes Bein nicht zu beutzen... Das drueckt naemlich manchmal reflexartig auf die Bremse, weil es gerne Kuppeln moechte. Die Bremsen funktionieren allerdings hervorragend, wie ich somit festgestellt habe :)
Auch meine Verhandlungsfuehrung bei der Autovermietung war ausserordentlich erfolgreich. Ich habs nicht nur geschafft, mir die Karre innerhalb einer Viertelstunde zu organisieren, sondern den Herrn Vermieter mit meiner allerbesten Sonnatgslaune um den Finger gewickelt. So hab ich den Preis um 10$ pro Tag gedrueckt und mich blendend mit dem aelteren Herrn unterhalten, der sehr erstaunt war festzustellen, dass es Deutsche gibt, mit denen man amuesante Verkaufsgespraeche fuehren kann. Vor lauter Lachen hat er vergessen, mir meinen Zulassungssticker ins Fenster zu kleben, so dass er extra nochmal beim Hostel vorbeigefahren ist, um das nachzuholen.Nachmittags bin ich dann ein Stueck aus dem Ort rausgefahren um den Snout Walk zu gehen. Der heisst so, weil der Fjordberg auf dem er entlangfuehrt aussieht wie eine Schnauze. Zunaechst bin ich zu einem Aussichtspunkt obendrauf gelaufen, dann hinuter an den Strand. Und weil ich heute mal wieder so ein Glueckspilz war, konnte ich drei Seals beim Spielen an den Muschelfelsen im seichten Wasser zugucken. Als ich fertig war mit Gucken und Fotos machen wollte, waren sie allerdings auch fertig mit Spielen und wollten lieber tauchen. So konnte ich sie leider nich portraitieren. Dafuer habe ich aber gute Aufnahmen von verschiedenen anderen Koerperteilen wie Robbenbauch, Robbenschwanzflosse und Robbenarmflosse :)

Thursday, July 23, 2009

Reeeeeeeeeegen


Heute hat es den ganzen Tag aus Kübeln geschüttet und weil ich von gestern und der schlaflosen Nacht noch ziemlich mitgenommen war hab ich heute Urlaub vom Urlaub gemacht :)
Will heissen: Ich bin kurz zum leckeren Gratisfrühstück aufgestanden (gibts nur bis halb 10) und hab mich danach wieder ins nach frischer Wäsche duftende Bettchen gekuschelt. Dann hab ich noch zwei Stunden weitergeschlafen bis das ein Finne mit Staubsauger gekommen ist und gefragt hat, obs mich stört wenn er putzt. Nachdem es schon halb 12 war hab ich ihm gesagt, dass nicht und bin aufgestanden. Während er vor sich hingesaugt hat hab ich gemütlich geduscht und mich dann für den Rest des Tages mit Great Gatsby und Tee an den Kamin gesetzt. Ach war das schön. Zwischendrin bin ich nur kurz mit einem Wiener zum Supermarkt gefahren und einen kurzen Vorgeschmack bekommen, wie es ist, das erste Mal links zu fahren und keine Automatik zu haben... Um nach dem Abendessen Platz für den Pudding zu schaffen und weil es inzwischen aufgehört hat zu giessen, war ich mit Rolena noch ein Stündchen spazieren und jetzt ist aber auch schon wieder sleepy time. Drückt mit mal die Daumen fürs Automieten und -fahren.

Endlich im Süden

Das hab ich gestern geschrieben:
Nach eineinhalb recht erfolglosen Tagen in Wellington bin ich nun auf der Südinsel eingetroffen. Ich schäme mich ein bisschen, weil mir verschiedene Leute so sehr von Wellington vorgeschwärmt haben, ich die Stadt aber einfach furchtbar fand. Allerdings liegt das wahrscheinlich an mir, nicht an der Stadt. Gestern hatte ich nämlich schlechte Laune und die hat sich auch nicht gebessert, als mir der Wind der Stadt zur Begrüssung mehrere Steine in die Augen geweht hat. Wir sprechen hier von richtigen Steinen und nicht von irgendwelchem popeligem Sand... Das Hostel war der Laune auch nicht gerade zuträglich, stellte es doch eine soziale Katastrophe dar, in der mehrere deprivierte Seelen einsam vor sich hin vegetierten. Das Downtown Backpackers liegt zwar supergünstig direkt gegenüber des Bahnhofs, ist aber ein riesengrosser, total anonymer Komplex, in dem niemand mit niemandem spricht, also unter den Gästen. Die Putzfrauen haben mich ausführlicher
zurückgegrüsst, als meine beiden Zimmergenossinnen, d.h. sie haben mich immerhin angeguckt und gelächelt. Die zwei andern sassen nur stumpf auf ihren Betten. Sonderbare Atmosphäre, hab meine Wertsachen mal vorsichtshalber mit ins Bett genommen... Nachts war es dann so laut, dass ich einfach überhaupt nicht geschlafen hab. Erstens waren einige Fensterscheiben kaputt, so dass der Lärm ungehindert rein konnte, zweitens war der Raucherbalkon der Hostelbar direkt unter dem Fenster und man glaubt garnicht, über was für einen Scheiss und wie schrill besoffene Engländerinnen lachen können. Naja, immerhin werden einige genauso volltrunkene englische Jungs noch einigen Spass mit ihnen gehabt haben :P Zu allem Ueberfluss gabs in der Früh auch noch einen Unfall auf der Kreuzung vor dem Haus mit lautem Knall viel Tatütata und anschliessenden Kehrmaschinen. Also bin ich um 8 einfach wieder aufgestanden und hab im Halbschlaf das Pflichtprogramm Cuba Street und Te Papa abgespult, was aber beides wirklich total schön war. Heute nachmittag habe ich dem unwirtlichen Ort dann endgültig den Rücken gekehrt und ihn gen Südwesten verlassen.

Die Ueberfahrt über (es gibt hier auf der Tastatur nur kleine üs, hab ein MacBook von einer Schweizerin geliehen) die Cook Street, dass ich als einzige - femininum, Männer nicht eingeschlossen - trotz eisigem Wind die ganzen 3h über draussen auf dem Vorderdeck verbracht habe, eingemummelt in Strick-, Fleece- und Regejacke, ausstaffiert mit Mütze und Kapuze. Nur die Augen haben noch rausgeguckt :) Gegen den Wind musste man sich richtig anstemmen, Fahrtwind und normaler Wind haben sich addiert und zeitweise war er so böig, dass man nicht mehr fotographieren konnte - auch die starken Männer nicht, die sich im Gegensatz zu mir nicht festhalten mussten um nicht wegzudriften - weil die Arme wie von selbst wild in der Gegend rumfuchtelten. Direkt über der Cook St verlief ein dunkles
Wolkenband, über der Südinsel selbst schien aber die Sonne, so dass man den Eindruck bekam, in ein gleissendes Licht zu fahren, weil sich die Sonne so stark im Meer spiegelte. Dann kam die Sonne hinter dem Wolkenband hervor und tauchte, schon recht schräg stehend, die die Fähre erwartende Fjordlandschaft der Marlborough Sounds in unwirkliches Winterabendlicht.
Das Hostel hat mich sogar vom Hafen abgeholt und das ist nicht die einzige freundliche Wohltat. Obendrauf hat die Besitzerin, die echt ausschaut wie eine Schwester von Ms Herpichböhm, chocolate pudding and ice cream serviert, was sie jeden Abend zu tun pflegt und gratis Frühstück gibts auch. Eine nette und kommunikative Zimmergenossin hab ich im 6 bed dorm auch wieder, aber wir sind nur zu zweit dadrin. Rolena heisst sie, kommt ursprünglich aus Mexiko und hat die letzten Jahre in der französischen Schweiz gelebt.
Jetzt hab ich wieder gute Laune und fühl mich pudelwohl :)

Monday, July 20, 2009

Napier und ein Hoch auf Neuseelands Busfahrer

Nach 5 Tagen in bester Gesellschaft und einem Tag im schwefligen Rotorua bin ich nun wieder alleine und seit heute Nachmittag in Napier. Bis Einbruch der Dunkelheit bin ich durch die Innenstadt mit ihren goldigen quietschbunten Art Deco Haeusern aus den fruehen 30ern spaziert. Als dieser Stil auf dem Rest der Welt schon wieder aus der Mode war, errichtete man sie aus purem Trotz waehrend der Weltwirtschaftskrise nachdem ein Erdbeben die Stadt erst um 2m gehoben und ihre Reste von einem durch austretende Gase verursachten Grossbrand dahingerafft wurden. Seitdem ist man hier so verliebt in diese Fassaden, dass man sogar Supermaerkte mit ihnen verkleidet.

Hierhin gekommen bin ich wieder einmal mit dem Bus, genauer gesagt mit dem Intercity Coach, der Deutschen Bahn Neuseelands. Abgesehen davon, meistbenutztes oeffentliches Verkehrsmittel im Fernverkehr zu sein, haben DB und Intercity allerdings keine Gemeinsamkeiten. Das Servicepersonal an den Bahnhoefen ist bis auf wenige Ausnahmen ausgesprochen freundlich und hilfbereit: Sie erklaeren einem dem Weg zum Hostel und starten sogar Telefonanrufe, damit einem - also mir - der Busfahrer verlorene Gegenstaende - meine Kameratasche - wiederbringt! Nix da, wir haben ein zentrales Depot, schau wie du hinkommst oder Bearbeitungsgebuehr...
Genauso toll sind die Busfahrer. Sie spielen nicht nur Kindermaedchen fuer die zahlreichen unaccompanied minors, schnallen die Kleinsten in ihren Kindersitzen fest, machen mit ihnen Spoekskes, putzen Kotze ab und helfen beim Umziehen, wenn sich ein Kleiner auf einer der kurvigen Bergstrecken nicht getraut hat, rechtzeitig Bescheid zu sagen und das "please let me know if you need some fresh air" wieder nicht gewirkt hat. Aber auch um Erwachsene wird sich gekuemmert. Als neulich eine leicht verplante Frau mittleren Alters waehrend eines Stops um neue Fahrgaeste einsteigen zu lassen versehentlich ausgestiegen und so verloren gegangen ist, wurde nach 15 km extra umgedreht, um sie wider einzusammeln. Dummerweise mussten wir einen Anschlussbus erwischen. Aber einen vollbesetzten Doppeldecker auf der Hauptstrecke zwischen Auckland und Wellington bitten, noch 20 min auf 2 Leute zu warten, obwohl 2h spaeter der naechste geht? No problem, I call him! Als wir ankamen war der Fahrer zwar verstaendlicherweise leicht gereizt, aber bei seiner ersten Mirophonansage hat er schon wieder Witze darueber gemacht.
Apropos Mikrophonansagen... Heute hat der Fahrer die dreiviertel Stunde zwischen Rotorua und Taupo genutzt, um seine Fahrgaeste ueber die Land- und Forstwirtschaft Neuseelands und die geographischen Gegebenheiten des zentralen Vulkanplateaus zu unterrichten. Hab mich gefuehlt wie auf Exkursion, seine Ausfuehrungen waren aber weit unterhaltsamer. Wohlgemerkt: Kein Touri-Bus, sondern stinknormales oeffentliches Verkehrsmittel! Jetzt weiss ich Bescheid ueber Hirschzucht (gebracht von den Englaendern, erst Landplage, seit den 70ern in Gehegen zur planmaessigen Zucht, Hauptexportlaender Deutschland, Schweden, USA), den groessten Forst der Suedhemisphaere (verschiedene Pinienarten, seit den 30ern, hohe Waldbrandgefahr im Sommer, Abholzen ganzer Berge bei Schlagreife fuehrt zu starken Erosionsschaeden), und darueber das die mehrere Meter maechtigen Decken vulkanischer Aschen auf der ganzen Nordinsel zu einem Grossteil von einem einzigen Ereignis stammen, welches sogar im antiken Rom den Himmel rot faerbte, und neben roemischen auch von chinesischen Geschichtsschreibern aufgezeichnet wurde. Haben wir wieder was gelernt :)

Sunday, July 19, 2009

Taupo

Heute waren wir im Orakei Korako - Hidden Valley. Im Hostel hatten Meike und ich Hannah kennengelernt, die praktischerweise ein Mietauto hat. SOmit waren die 40 km Anfahrt von Taupo kein Problem.Zunaechst hoerten sich die 31$ Eintritt fuer das Tal recht viel an, aber im Nachhinein kann man sagen, dass es sich echt gelohnt hat.Eine kleine Faehre brachte uns (also mich und Hannah, Meike wollte lieber am Kamin ein Buch lesen) ueber einen kleinen Fluss in eines der juengsten geothermischen Felder der Welt. Hier haben sich in den letzten paarhunderttausend Jahren schon recht imposante Sinterterassen herausgebildet, die jetzt in allen Farben schillern. Zusammen mit dem Regenwasser dampften und blubberten kleinere Fumarolen und Geysire allerorten. Befestigte Holzstege fuehrten uns durch das Tal - verlassen war natuerlich lebensgefaehrlich wegen der dampfenden Loecher und des zum Teil nur wenige Millimeter dicken Erdbodens. Gelaender habe ich persoenlich aber mit zum Weg gezaehlt und da sie aus zum Teil stabil aussehenden Brettern gefertigt waren, habe ich mich ab und zu drauf gestellt um bessere Aufnahmen machen zu koennen :) Viel wichtiger waere allerdings eine Geruchskamera gewesen. Die Schoenheit war diesmal naemlich tatsaechlich atemberaubend - schweflig. Zudem war es faszinierend zu spueren, welche Hitze die Erde absondern kann. Ausserhalb des Tales brauchte ich Strick-, Fleece- und Regenjacke um nicht zu frieren, im Tal habe ich alle aufgemacht und meinen Schal ausgezogen :P Besonders beeindruckend war auch die geothermische Hoehle, deren es nur zwei auf unserem Planeten gibt (keine Ahnung wo die andere sein soll, aber das stand da auf einem Schild). Keiner weiss genau, wie sie entstanden sind. Das badewannenwarme Wasser in der Hoehle war tuerkisglasblau und kann angeblich Wuensche erfuellen. Das haben wir natuerlich sogleich getestet, die Ergebnisse stehen aber noch aus! Palmen und sonstiges Farngewucher wachsen bis weit unter das Hoehlendach hinein (ich war diesmal also nicht AUF sondern UNTER einem Ueberhang, also musst du immer noch keine Angst haben Mama ;)
Zurueck zur kleinen Faehre gingen wir durch einen Maerchenwald, an blubbernden Mudpools vorbei zum Geysir, der unpredictable ist und ausgerechnet heute keine Lust hatte... Darueber getroestet und den schoenen Tag gebuehrend gefeiert haben wir im Restaurant der einzigen geothermisch betriebenen Garnelenfarm der Welt. Danach hatten wir aber erst recht Hunger und so haben wir uns noch Spaghetti mit Krabben in Weisswein-Sahnesosse gekocht. Morgen fahre ich mit Hannah weiter nach Roturua, Meike zurueck nach Auckland. Bei Roturua hoffen wir auf einen weiteren Geysir, der morgens pusten soll.